31. August 2010

hmpfgrr

Ich kann Menschen nicht leiden, die einem falsch ins Gesicht grinsen und war deswegen etwas gefrustet. Also bin ich nach meinem Termin noch in die Stadt und habe lebenswichtige Dinge gekauft.
Beispielsweise einen Nagellack und ein Lidschattenquattro.


Den Lacken stehe ich immer etwas kritisch gegenüber. Manchmal sind sie gut, manchmal furchtbar. Aber es hat mich gefreut, dass ich endlich mal wieder eine LE vor mir habe, die so gut wie gar nicht geplündert ist. Ich hatte nichtmal von ihr gewusst. Das schwarz mit silbrigem schimmer durfte als einziges Teil mit. Der Lidschatten geht aus dem Sortiment und war für 95 cent dann ein echtes Schnäppchen.

Ebenfalls lebenswichtig sind Rollschneider und Saummaß!
Ja ernsthaft. Mein Billig-Rollschneider soll zur Hölle fahren. Ich hätte mir soooo sehr einen funktionierenden gewünscht, als ich drei Meter Schrägband zuschneiden musste. Der alte taugt noch ganz gut für Leder und Buckkram.. und wehe der neue tut nicht was er soll..
Ja und so ein Maßdings ist auch viel cooler, als der verzweifelte versucht auf schwarzem stoff mit einem durchsichtigen schwarz-markiertem Linieal genau einen Zentimeter Nahtzugabe anzuzeichnen.

Und dann gabs da noch schöne Perlen, die einfach so mit wollten und das Leben etwas bunter machen:

30. August 2010

aua, meine Pfötchen

Da ein Burlesque Outfit nicht nur aus einem Röckchen und Pasties bestehen kann, muss ein passendes Korsett her. Wir haben uns überlegt, dass ein schlichtes schwarzes aus Satin die beste Wahl ist, da es sich auch schön in andere Outfits einfügen lässt.

Also war das Ziel des Wochenendes möglichst ein komplettes Korsett zu erstellen. Am Freitag konnte ich leider wegen böser Migräneatacke nichts mehr machen. dafür ging es dann am Samstag Vormittag mit der Schnitterstellung los.


Der fertige Schnitt wurde dann auf Vlieseline übertragen, von da auf den Satin gebügelt und von dort wiederum auf den Futterstoff übertragen. Das Futter dann ausnahmsweise sogar versäubert (hoch lebe meine Ovi) und dann hatte ich einen Stapel mit 24 Teilen:

das ganze dann schön sortiert hinlegen, Schließe einsetzen und alles zusammenfügen. Das sieht dann so aus:


Als ich es so weit hatte, ging meine Konzentrationsfähigkeit bedenklich den Keller runter. Immerhin war es mitlerweile fast 23 Uhr. Ich hoffe meine Nachbarn hören die Nähma nicht.

Ich wollte aber nicht einfach aufhören und hab schnell noch die Blommers fertig gemacht, die ich vor Ewigkeiten begonnen hatte. Auch mit selbst erstelltem Schnitt:

Die versäuberten Nähte innen (nicht an den Beinabschlüssen) sind weiß xD, stört aber nicht, wenn ich sie anhabe.
Danach war ich so fertig und mit Rückenschmerzen geplagt, dass ich totmüde ins Bett fiel.

Neuer Tag, neues Glück.
Wie gut, wenn man alles mögliche an Kreativ-Krempel bei sich hat. Ein 13 mm breiter Streifen Buckram tat seine besten Dienste als Abstandshilfe für die Tunnel des Korsetts. Schön flexibel, aber bleibt dennoch in seiner Form.. und wenn man doch mal schusselig ist, kann man sogar drüber nähen und tut der Nadel damit nicht weh.
Dann kam das erste Problem.. habe ich noch genügend Ösen? Ich hätte genügend Ösen gehabt für 11 an jeder Seite, nur fehlte genau eiiiiiine Unterlegscheibe. Also doch nur 10, aber ok. Das kann man verkraften.
Nun muss ich nochmal ein Hooooch auf die Vario Zange von Prym aussprechen. Es ist unglaublich, wie viel Zeit und Kraft mir dieses nützliche Helferlein schon erspart hat. 

Und soooo sieht das dann mit Tunneln und Ösen aus:

Ich habe zwischendurch noch ein paar kameratastische Klettbänder gemacht und mir damit die Nähma-Nadel versaut. Dieses Klebezeugs musste nach jeder Naht mit Nagellackentferner beseitigt werden und dennoch was das Einfädeln am Ende unmöglich.
Doch dann, kam der eigentliche Zeitfresser. Mein Satin-Schrägband reichte nicht mehr.

Ich habe neues machen müssen, was sehr lange gedauert hat. Und nun besitzt das gute Stück halb angenähtes Schrägband an den Unterseiten, sowie 3/4 der benötigten Stäbe.

Das ganze Metall-geschneide und Ösen-gedrücke und Zangen-gequetsche war so anstrengend, dass mir meine Finger heute noch weh tun.

Ich habe mein Ziel zwar nicht erreicht, aber bin trotzdem sehr stolz darauf, wie weit ich gekommen bin. Beim nächsten mal wird es dann mit ziemlicher Sicherheit fertig.

26. August 2010

Ich will brennen!

Diese wunderbare Band durfte ich auf ihrer Krabat unplugged Tour live erleben. Als ich grad dieses Video in bombastischer Qualität sah, fühlte ich mich ein wenig zurückversetzt zu dem Moment, wo alle von ihren Sitzplätzen aufsprangen, die 20cm Platz vor sich zum tanzen nutzten und die Temperatur wahrscheinlich instant um 10°C nach oben ging. Einfach nur irre.



PS.: Dieses Lied war mindestens 1 Jahr lang mein Aufweckton im Handy. Nun ist es das Variete Obscur

25. August 2010

wenn ich groß bin...

..werde ich bestimmt mal etwas ganz tolles


Ich hatte in diesem Mini-Lädchen eigentlich nach einer schwarzen Perlenkette ausschau gehalten. Die hab ich (wie man sieht) auch gefunden. auch wenn sie etwas kurz ist.
Und plötzlich zeigt mir da jemand diese riieeesigen (3 cm Durchmesser) Klunker. Die gab es auch in noch riesiger und in grotesk groß, aber wir haben uns für die kleinsten entschieden. Ich weiß noch nicht so ganz, was damit passieren soll, aber mindestens einer wird umperlt. Es muss ja nicht immer swaro sein.

Für das Kostüm werde ich mal wieder ein Korsett nähen. Dazu sind wir dann zu einem Stoffe-Lagerverkauf gefahren.
Der einfache schwarze Poly-Satin war nicht günstiger als sonstwo. Dafür gabs aber in der Restekiste noch ein Stück pflaumigen Baumwollsamt. Knapp ein Meter für 2 Euro. Den konnte ich einfach nicht liegen lassen.



am nächsten Tag musste ich noch einmal los, weil der Stofflagerverkauf keine aufbügelbare Vlieseline hatte. Kaum zu glauben, aber wahr.
Die hab ich dann besorgt, aber muss nicht gezeigt werden.
Dafür eine tolle günstige laaaaange Perlenkette in schwarz.



Mit der kann man lustige Tiere legen. Wenn man das nicht möchte, kann man sie auch wahlweise dreifach um den Hals wickeln.

und last but not least habe ich nie irgendwelche Deko da. Keine Spitze, keine Borten und Bänder oder sonstiges.

Und deswegen durften ein paar burgundige und schwarze Federn ein neues Zuhause finden.

Purrrrr..lesque

Lange Zeit hatte mich die Näh-Motivation verlassen. Ich hab sowieso kaum Zeit und nähe auch grundsätzlich Dinge, die so gut wie nie getragen werden.
Nun ist es aber so, dass mein herzallerliebster fotografiert und gerne etwas im Burlesque-Stil machen möchte.
Und das hat dann wieder ein wenig das Feuer zum lodern gebracht und die Maschiene zu schnurren :)

am Anfang war der Stoff:

und der war eigentlich gar nicht für mich gedacht und deshalb ist er grün, was ich eigentlich gar nicht mag. Immerhin ist es recht dunkel und relativ kühl, so dass es an mir vielleicht doch nicht so komisch aussieht. Und sonst gibts ja auch noch Photoshop

Ich muss gestehen, ich habe einfach alles frei nach Schnauze gemacht und auf einen akuraten Schnitt verzichtet. Bei sowas braucht man echt keinen.
Also erstmal einen langen Streifen zurechtgeschnitten, der später mal der Gürtel werden sollte. Dann noch drei unterschiedlich breite Streifen für das Rockteil, die Seiten halb abgerundet und gut.

Dann ging es ans Versäubern der Kanten


alles schön sauber abstecken und bügeln. Hat jemand Lust mein persönlicher Versäuberungssklave zu werden?

Nachdem ich also mit viel Spaß und Elan und seltsamem RTL Reality Blödmach TV im Hintergrund alles fein versäubert hatte, landete ein Teil noch einmal unter der Maschiene für die Raffung in der Mitte. Schließlich dann noch ein glattes und das geraffte Rockteil oben gerüscht und schließlich beschlossen dass 2 Lagen auch ganz hübsch aussehen und die dritte gar nicht mehr nötig ist. Narf



Also den Gürtel anbringen in schrägbandmanier und bis auf ein paar Fäden und den offenen Enden nahm das ganze schon Gestalt an:


Und am Ende sah das ganze dann so aus:


an der selbstgefrickelten Schneiderpuppe, die mitlerweile leider dicker ist als ich. Ja, die Pappsusi hat zugenommen ;)


und auf dem Wäschekorb der zu einem randvollen Wollkorb umfunktioniert wurde.

und da es ja ein Kostüm werden soll, ist so ein einzelner Bustle Skirt ja ziemlich langweilig. Also gab es oben drauf noch eine Augenklappe..



..und ein paar Pasties


more to come.
Wenn irgendjemand eine Idee für das Kostüm hat, beispielsweise ein spezieller Haarschmuck oder ähnliches.. immer her damit!

22. August 2010

Oh Wow!

Ich werfe immer wieder gerne einen Blick in den Rainbowzombiesblog der hiermit strengstens empfohlen sei für alle, die es bunt und kitschig und zombiehaft mögen.
Heute wurden dort Bilder von Bobby Chu - Imaginism Studios gezeigt und ich war direkt verliebt.
Hier ein paar wirklich sehenswerte Bilder und Concept Arts







wer noch mehr dieser traumhaft phantasievollen Bilder sehen möchte, kann sie sich HIER
ansehen.

Alle Copyrights liegen natürlich bei imaginism studios

19. August 2010

Yubi-mal andere Farben

Ich habe mich mal ein einem anderen Muster probiert. Sehr hübsch irgendwie. Und da ich nicht meine Standartfarben verwenden wollte, gabs diesmal beige/orange.




Ich hab bei Müller übrigens super hübsch glänzendes Garn gefunden, was sich sicher gut eignen würde. Allerdings war mir 4 Euro pro Farbe dann doch etwas zu deftig

Spätsommer-Haare

Seit dem letzten Haarposting sind 2 Monate vergangen. Hier nun das aktuelle..



Manchmal nervt mich die Länge. Andererseits sind sie mir zu wertvoll, als dass ich sie einfach kürzen würde, aus Angst ich könnte den Schritt bereuen.
Länge: 104cm

Die Hose habe ich heute geschenkt bekommen. Sie passt und ist irgendwie auch ok. Aber sie ist weiß..

Definitiv nichts, was ich zum cachen anziehen kann.

14. August 2010

..und ich dachte er sei cool

Mr. T war für mich immer irgendwie cool. Nie der Traumtyp und ich war nie Fan, aber er ist immernoch das Aushängeschild des A-Teams und hey, er hat WoW gehackt mit seiner Nightelf Mohawk Granate ;)

Und nun musste ich folgendes sehen und bin völlig meiner Illusionen beraubt. Für die 80er muss man sich manchmal wirklich schämen.

9. August 2010

yubi-üben

Nachdem ich beim letzten mal froh war die Technik halbwegs verstanden zu haben, ging es an die Details. Wie stark ist dieses japanische Seidengarn und womit könnte ich es vergleichen?
Schließlich habe ich gelesen, dass ein Strang des Sticktwists etwas so dick ist wie das Seidengarn. Zuvor hatte ich drei Stränge genutzt. Also auf ans Werk mit einem Drittel der Garnstärke. Zwischendurch habe ich für eine Runde die Garnfarbe getauscht um einen Nadelstreifen zu erzielen.
Das Ergebnis sieht nun so aus:



Ich finde es so schon viel gelungener, als die ersten Versuche. Ich muss noch an meiner Gleichmäßigkeit arbeiten, vor allem an den Rändern. Und ich möchte mehr Muster.
Ich empfinde mein Garn als viel zu matt und fusselig, aber es geht tatsächlich ganz gut. Eventuell kann ich auch mit glänzendem Nähgarn (das wird ne Arbeit) oder mit Knopflochgarn arbeiten aber das nimmt mir die Möglichkeit meine zigtrillionnen Stickgarne endlich mal zu verbrauchen.

So, sah dann Yubi Nr.4 aus. Die Ränder werden langsam gleichmäßiger und ich habe ein wenig mit Mustern gespielt.

2. August 2010

Yubi-was?

Auf meiner Suche nach schicken Perlen-Inspirationen bin ich über Natalies Blog gestoßen. Und da waren diese zauberhaften kleinen Dinger, die so gar nichts mit Perlen zu tun haben. Sie sprangen mich an und riefen: Mach mich!
Also begann die Suche nach: Ja, wie denn?

Also Yubinuki sind japanische Fingerhüte. In Europa sehen Fingerhüte anders aus, aber Japaner haben neben ihrer Leidenschaft für teilweise eeeeecht extrem seltsame Dinge auch den Hang zu wunderschönen traditionellen Handarbeitstechniken und Verzierungen.
(das erinnert mich grade daran, dass ich doch unbedingt mal diese kleinen geklebten Blüten ausprobieren wollte, deren Name mir grade entfallen ist.)

Und somit durchforstete ich das Internet nach Anleitungen zu Yubinuki (oder auch temari thimble) und wurde auf ein paar wenigen englischen und japanischen Seiten fündig. Und schließ´lich blieb nur das Ausprobieren um zu verstehen, ob ich verstanden habe und wie ich zu dem gewünschten Ergebnis komme.


Da ich gesehen hatte, dass einige die Base um einen Lippenstift bauen, um die richtige Größe zu erhalten, habe ich das bei meinem ersten Versuch auch getan.



so entstand ein erster Yubinuki mit einem Umfang von etwa 6 cm und einer Höhe von 2cm. Das ist ziemlich groß und sitzt selbst um meinem Daumen noch viel zu locker. Dazu muss ich aber auch erwähnen, dass meine Finger so dünn sind, dass ich mir beim Juwelier die Schubladen mit den Kinderringen zeigen lassen muss.
Das Garn, welches ich zum besticken gewählt habe ist schlichter Sticktwist. Davon habe ich noch massenweise und bin froh entlich mal eine Verwendung gefunden zu haben. Andererseits finde ich es hübscher, wenn das Garn glänzender ist.



Angefixt durch das erste, habe ich mich dann gleich an ein zweites Exemplar gemacht. Die Standartbasis ist 5cm und ich habe meine Wohnung stundenlang auf den Kopf gestellt, bis ich schließlich etwas passendes gefunden hatte. Ich habe mir mal zwei sehr spezielle Stifte gekauft, die eine Mischung aus Wachsmalkreide und Buntstift sind, so dass man mit ihnen auch prima über andere Farben malen kann.
Wie dem auch sei, diese Stifte haben einen Umfang von exakt 5 cm.
Da das ganze nun aber auch nur 1 cm hoch werden sollte und ich viel zu enthusiastisch war, wurde das ganze etwas unregelmäßig.
Trotzdem bin ich überzeugt.
Die kleinen Biester sind süße kleine Mitbringsel und lassen sich auch notfalls einfach als Ring tragen.

kreativ für die Haare



Auf der Suche nach Möglichkeiten schicken und haarfreundlichen Schmuck selbst zu machen, bin ich im Langhaarnetzwerk über ein gehäkeltes Etwas gestoßen. Irgendwie fand ichs schick. Schließlich kann man soetwas nicht an jeder Straßenecke kaufen.



So besorgte ich mir die nötigen Materialien. Häkelnadel und Garn hab ich sowieso immer irgendwo rumfliegen, der Haarstab ist ein zweckentfremdetes Essstäbchen, nur das Innenleben wollte dann eben noch gekauft werden.
Es besteht aus Schlüsselanhänger-Ringen die zunächst mit festen Maschen umhäkelt und schließlich frei nach Schnute zusammengefügt und umhäkelt wurden. Dazu hatte ich keine Anleitung. Ich hab es einfach so gemacht, wie es mir in den Sinn kam.

Da nun noch ein passendes Haarstäbchen fehlte, habe ich ein Esstäbchen auf die passende Länge gekürzt und lackiert. Das Ende habe ich dann noch mit dem gleichen Garn umwickelt, so dass es auch farblich passt und nicht ganz so langweilig wirkt.

Das ganze durfte nun schon einige Male in Aktion treten und es ist toll. Es zupft mir keine Haare aus, durch die Metallringe innen ist es schön stabil und wenn es erstmal richtig sitzt hält alles den ganzen Tag bombig. Ich war übrigens sehr erstaunt, wie gut das Stäbchen hält. Da es nur eines dieser Wegwerfstäbchen vom Asiaten um die Ecke ist, habe ich fest damit gerechnet, dass es mir spätestens beim zweiten stecken zerbricht. Tat es aber nicht.